23. Mai 2018
Also ich war ja früher wirklich mal sportlich. Ganz früher sogar ultra-sportlich. Vor allen Dingen in Sachen Tennis. Habe 2 x die Woche trainiert und zeitgleich in der Jugend- und in der Damenmannschaft gespielt. Nicht so besonders erfolgreich, dazu war mein Aufschlag einfach zu schlecht. Aber immerhin ….
Dann kamen Studium, erste Jobs, mehr oder weniger große Liebeleien, so dass für Tennis schlichtweg kein Platz in meinem Leben war. Nach 10 Jahren Pause habe ich 1997, als ich wegen eines neuen Jobs nach Würzburg zog, wieder damit angefangen und mir gleich mal gepflegt die Achillessehne gerissen … Damit war der erste Return of the Tennisschläger gescheitert.
Aber ich konnte es ja nicht sein lassen und habe dann sogar lange hier in Eibelstadt in der Damenmannschaft gespielt, bis meine Füße vor 4 Jahren gesagt haben: Schluss jetzt. Übergewicht und Tennis – das geht nicht. Mein linker Fuß war so beleidigt, dass ich mich einer komplizierten Operation unterziehen musste. Seufz. Ich habe nicht damit gerechnet, jemals wieder Tennis zu spielen. Damit war auch der 2. Return of the Tennisschläger auch dahin.

Nach nahezu exakt 4 Jahren Tennis-Abstinenz habe ich dann am 1. Mai zum Schläger gegriffen. Den Schläger und die Tennistasche musste ich erstmal geschlagene 15 Minuten im Keller suchen. Und wenn man das Foto mit der Tennistasche genau betrachtet, sieht man auch die kleinen Schimmelflecken …. Auf dem Tennisplatz fühlte ich mich auch etwas alt und schimmelig. Ich war ungefähr so beweglich wie eine Telefonzelle, immer eine Sekunde zu spät am Ball und habe Unmengen von Doppelfehlern produziert. Aber ich hatte Spaß. Und zwar so was von! Nach rund 45 Minuten brauchte ich auch nur eine kurze Zeit im Sauerstoffzelt, um wieder zu mir zu kommen 😉
So viel zum positiven Aspekt dieses 3. Return of the Tennisschläger. Aber dann sah ich ein Foto, das meine Freundin während des Spiels von mir gemacht hatte. Und was stach mir sofort in die Augen? WEISSE BEINE!!!!! Sehr weiße Beine und dazu auch noch etwas stachelig (dieses Foto enthalte ich euch vor und stelle nur das ein, auf dem man die Beine in weiter Entfernung sind). Ich sah umgehend ein, dass etwas geschehen musste. Nachdem sich dieser Blog ja nicht nur mit der Abnehmerei, sondern auch mit weiteren Katastrophen beschäftigt, lasse ich euch gerne an diesem Abenteuer teilhaben:

Durch eine intensive Recherche gelang ich zu der Einsicht, dass ein Bräunungsspray die beste Option sei und bestellte direkt ein Fläschchen. Der Effekt war umwerfend. Nur halt nicht ganz gleichmäßig. Um nicht zu sagen FLECKIG. Nein, das trifft es auch nicht. Meine Beine sahen aus wie Giraffenbeine. Nur nicht so lang. Und nicht so schlank. Zum Glück wurde das Wetter schlechter, so dass ich wieder lange Hosen tragen konnte.
Weitere Recherchen haben ergeben, dass ich einen schlimmen Fehler gemacht hatte: Ich hatte die Beine keinem Peeling unterzogen!!!! Das konnte ja nicht funktionieren! Außerdem sei eine Lotion wesentlich leichter aufzutragen. Ich also wieder los, Bräunungslotion besorgt. Und heute dann der große Tag: Beine rasiert. Beinpeeling gemacht. Lotion aufgetragen. Alles läuft gut. Aber dann kommt Moppi. Moppi ist mein großer und etwas dusseliger Kater, der immer Hunger hat und übrigens gerade sein Winterfell verliert. Heute hat Moppi besonders großen Hunger. Bis ich seinen Napf aufgefüllt habe, geht er mir unentwegt um die frisch gepeelten, rasierten und mit Bräunungslotion eingeschmierten Beine.
Das Ende vom Lied?
Ich habe jetzt lange schwarze Haare an den Beinen und einen braun gebrannten Kater. Großartig.

Liebe Uli,
auf dem Bild bist Du aber sehr, sehr weit weg.
Den Titel finde ich klasse: The Return of the Tennisschläger! Super.
Der Kater kann sich jetzt auf jeden Fall mit kurzen Hosen auf den Tennisplatz wagen.
Anyway, finde ich toll, dass Du Dich so ins Gewühl schmeißt und Spass hast.
Manchmal ist das ganz schön schwer, sich aufzuraffen. Aber wie du schon sagst: Der Kater hat jetzt so ein weißes Boris-Becker-Tennishöschen und ist jeden Tag auf dem Tennisplatz zu sehen. Da soll es ja auch rattenscharfe Mäuse geben 😉
So beweglich wie eine Telefonzelle – da hab ich Tränen gelacht! Herrlich! Weiter so!
Danke!!!! Gerade fällt mir auf, dass die jüngere Generation meiner Leser vielleicht gar nicht mehr weiß, was das ist eine „Telefonzelle“ 😮
Uli, Du bist der Knaller. Ich habe so einen Spaß beim Lesen Deines Blogs. Vielen Dank und ganz liebe Grüße.
Übrigens, ich finds genial, dass Du wieder Tennis spielst.
Danke, Sonja! Richtig Tennis spielen kann man das ja (noch) nennen. Tennis stehen passt vielleicht eher 😉
Hut ab! Du spielst wieder Tennis! Das mit den Beinen wird schon irgendwann klappen. Ich versuche meine mindestens so weißen Beine so viel wie möglich der südfranzösischen Sonne auszusetzen. Es tut sich nichts. Bestenfalls zeigen sich rote Punkte. Trés chique!
Das ist ja mal der nächste Mist: Wenn man älter wird, ist das mit den Pigmenten irgendwie so, dass man nicht mehr gleichmäßig braun wird. Sondern entweder rot oder sommersprossig …
Liebe Uli, ich habe mich schlapp gelacht, besonders auch über die Telefonzelle. So fühle ich mich auch manchmal.
Und top das mit dem Tennis… go for gold.