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27. März 2018
Ich sitze gerade vor meinem Notebook und der Hunger nimmt einen Snack von meiner Hüfte. Ihr erinnert euch doch noch an  Woche 1, oder? Da hieß es: „Wenn du richtig Hunger hast, holt sich der Körper den Snack von der Hüfte.“ Und jetzt will ich doch mal schwer hoffen, dass mein Körper genau das tut. Denn ich habe gerade MÄCHTIG HUNGER! Aber da muss ich jetzt durch. Morgen ist nämlich das „Grande Finale“: Der Lebe-Leichter-Kurs neigt sich nach 13 Wochen dem Ende zu und da wird ein letztes Mal gewogen. Ja, und was soll ich sagen – einigen von euch ist es ja schon aufgefallen – es ging in der letzten Zeit hier im Blog sehr ruhig zu. Zu ruhig. Denn wenn der Blog ruht, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass auch die Abnahme ruht. Und womit? Mit Recht! Schließlich war ich in den letzten Tagen nicht mehr so konsequent wie in den ersten Wochen.

Da findet der Kurs einmal nicht statt, und schon stehen die alten Gewohnheiten wieder vor der Tür und sagen: „Ach komm, so ein bisschen Nachschlag bei den Spaghetti Bolognese, das kann doch gar nicht so wild sein. Und dazu passt doch so wunderbar ein Gläschen Wein – oder zwei.“ „Grappa? Ja sicher Grappa – blöde Frage.“ Und am nächsten Tag in der Mittagspause mag ich meine Brotzeit nicht und das artig geschnippelte Gemüse erst recht nicht. So ein Döner hingegen ist doch echt lecker. Kann man ja mal eine Ausnahme machen. Nur noch diese. Und zack, kaufe ich mir auf dem Rückweg von der Arbeit noch rasch ein Eis, weil „jetzt ist es ja eh egal“.

Was dann passiert wissen wir alle. Aus einmal Schummeln wird zweimal, dreimal …. Und dann, als ich wieder einsteige in das Programm, kämpfe ich wieder mit Hungergefühlen und schrecklichem Appetit auf was Süßes …. Geschieht mir Recht – ich weiß. Aber lecker war’s trotzdem  😉   Jetzt sitze ich also hier, schütte Tee in mich rein und denke über Ziele nach. Denn morgen kommt die Stunde der Wahrheit: Habe ich das Ziel, das ich mir nach der ersten Woche gesetzt habe, erreicht, oder habe ich es am Ende noch grandios vermasselt?

Ihr seht: Das vorrangige Ziel, das ich über das Programm erreichen will, heißt „Besseres Lebensgefühl“. Und das habe ich schon einmal erreicht. Jippie! Es geht mir so viel besser, als noch am Anfang des Jahres. Ich bin wieder in Bewegung – und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Mein Gewicht ist in Bewegung (nach unten). Meine Laune ist in Bewegung (nach oben). Mein Geist ist in Bewegung (kritzel, kritzel). Es ist unglaublich, was alleine das Bewusstsein, dass ich am Abnehmen bin, bei mir bewirkt.

NIchtsdestotrotz steht neben „Besseres Lebensgefühl“  da aber auch noch „Minus 9 – 10 kg“. Und da wird es nun wirklich spannend. Wenn ich meiner Waage zu Hause glaube, wird das echt knapp. 10 kg unmöglich, 9 kg in Schlagdistanz. Weiterhin steht da, welches Lieblingsstück uns wieder passt, wenn wir unser Ziel erreichen. Während andere Ladies womöglich gerne wieder in ein Cocktailkleid oder in die Lieblingsjeans passen möchten, ist mein größtes Ziel, meine Skihose wieder locker schließen zu können. Meine Skihose ist übrigens weder schick noch stylisch, sondern einfach nur groß und schwarz. Aber selbst diese Hose hat zuletzt ordentlich gekniffen. Fahrt ihr mal elegant irgendwo runter, wenn ständig die Druckknöpfe der Hose aufplatzen. Das ist einfach gar nicht schön!

Also. Morgen ist der große Tag, bzw. Abend. Da lege ich doch spontan sofort mal einen Low-Carb-Tag ein und bin morgen auch ganz streng mit mir. Und dann werden wir ja sehen, was die Waage in der Gruppe spricht. Ich halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden. Gewohnt ehrlich und schonungslos. Und wenn ich dann zu Hause bin, probiere ich auch die Skihose an! Ehrlich!