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6. Februar 2018
So, ihr Lieben, die ersten Wochen sind vorbei und ich denke, nun ist es an der Zeit, das Programm vorzustellen, das ich gerade mache. Bewusst habe ich mir damit etwas Zeit gelassen, weil ich schauen wollte, ob es bei mir auch funktioniert bzw. ob ich es auch durchhalte. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich erst jetzt anfange, den Link zu diesem Blog zu verteilen  🙂

Das Programm heißt „Lebe leichter“ und wurde von unserer Trainerin bzw. unserem Coach Beate Nordstrand zusammen mit ihrer Freundin Heike Malsic entwickelt. Ein Kurs dauert 12 Wochen und besteht aus fest angemeldeten Teilnehmern. Dadurch gibt es nicht die stetige Fluktuation, die mir aus anderen Abnahmeprogrammen bekannt ist. Ich empfinde das als angenehm, weil wir eine eingeschworene Truppe sind, in der ich mich sehr wohl fühle, und keine Hemmungen habe, offen zu sprechen.

Ich werde hier nicht in epischer Breite auf das Programm selber eingehen, nenne euch nur die Eckpunkte. Vertiefende Infos gibt es im Kurs oder auch online. Das Besondere an dem Programm ist die einfache Umsetzung. Kein Kalorienzählen, kein Punkte notieren, keine Berechnung von Kohlenhydraten, kein Abwiegen, keine Grammzahlen. Auch kein Verbot von Lebensmitteln, was für mich besonders wichtig ist. Denn sobald man mir verbietet, z. B. Bananen zu essen, entwickele ich einen unfassbaren Heißhunger auf Bananen …

„Wie soll das gehen?“, werdet ihr fragen. Mit Tellern. Teller zählen? Nein, nicht direkt: Du darfst täglich drei Mahlzeiten zu dir nehmen. Dafür hast du zwei Frühstücksteller und einen „normalen“ Teller zur Verfügung (ab einem BMI* von 30 ein Teller mehr bei weiterhin 3 Mahlzeiten). Auf diesem Teller sollte sich 1/3 Kohlenhydrate (nach Möglichkeit „gute“), 1/3 Obst bzw. Gemüse und 1/3 Eiweiß (Fisch, mageres Fleisch, Tofu, Hülsenfrüchte) befinden. Über den Tag verteilt darfst – nein – solltest du drei Teelöffel hochwertiges Öl zu dir nehmen (Olive, Raps, Walnuss, Kokos, auch Nüsse). Stell dir vor, dass dann die Abnahme besser „flutscht“. Frittiertes Fett zählt übrigens nicht zu den hochwertigen Fetten 😉

* Berechnung BMI: Körpergewicht : (Körpergröße in m)²

Gewichtsverlauf nach Woche 5

Tag KG Soll KG Ist Ab-
nahme
Ge-samt
03.1. 124,4 124,4
10.1. 122,0 121,6 2,8 2,8
17.1. 121,5 121,0 0,6 3,4
24.1. 120,5 120,0 1,0 4,4
31.1. 119,5 119,5 0,5 4,9
07.2. 119,0 118,8 0,7 5,6

 

Durch den Teller wird dir die Größe der Mahlzeit vorgegeben. Ganz Schlaue werden nun den Teller 30 cm hoch stapeln und vorsichtig zum Esstisch balancieren. Aber das ist leider Selbstverarschung. Stell‘ dir die Größe eines Briefkastenschlitzes vor, dann hast du die erlaubte Höhe. Das sind natürlich nur wage Angaben – und das ist Absicht. Lerne mit den Portionen zu arbeiten, zu variieren, kreativ zu sein. Auch Produkte, die nicht durch den Briefkasten passen (Joghurt, Buttermilch …) sind erlaubt. Aber das Brötchen sollte schon auseinander geschnitten sein. Wer möchte (und ich empfehle das sehr), notiert, was er gegessen hat im „Planer“. In diesem gibt es auch Tipps, motivierende Sätze, Informationen zu Nahrungsmitteln und und und (nicht zu verwechseln mit dem Begleitbuch, das absolut unentbehrlich ist).

Ganz wichtig sind die Pausen während der Mahlzeiten 4 – 5 Stunden sollten es schon sein, in denen ihr wirklich gar nichts essen solltet, keinerlei Kalorien (Latte Macchiato oder Milchkaffee hat übrigens reichlich Kalorien). Wenn es sein muss, ein Minischuss Milch (ca. 1 EL), oder auch mal eine Runde Rohkost. Aber am besten ist wirklich gar nichts. Dafür trinken, trinken, trinken. Wasser, Tee (natürlich ungezuckert), Wasser, Tee, Wasser, Tee …  Mir hilft es besonders gut, ein Glas warmes, stilles Wasser zu trinken, wenn der Magen grummelt.

Ja, ja, ich höre euch schon jammern: Aber was ist denn jetzt mit Kuchen, mit Orangensaft, mit meinem Glas Rotwein, mit der Schüssel Erdnüsse am Abend? Also zunächst einmal könnt ihr zu den Mahlzeiten durchaus kalorienhaltige Getränke zu euch nehmen. Eine schicke Saftschorle, ein Bierchen (gerne alkoholfrei), ein Glas Wein. Es sind halt zusätzliche Kalorien. Also fragt euch, ob ihr das wirklich braucht, oder ob die Schorle nicht vielleicht auch ganz dünn sein kann. Zusätzlich steht euch zweimal in der Woche ein „Maxi“ zu. Das heißt eine Art genehmigter „Ausrutscher“. Z. B. ein Stück Kuchen zwischen den Mahlzeiten, ein Glas Wein (vielleicht auch zwei) oder ein Bierchen in der Kneipe. Eine Schüssel Chips vorm Fernseher (besser: Salzstangen). Probiert es aus.

Ich gebe zu, dass ich mit meinen Maxis bisher noch nie hingekommen bin, weil ich am Wochenende so gerne ein Gläschen Wein trinke. Trotzdem klappt es mit dem Abnehmen. Vielleicht etwas langsamer, als wenn ich mich sklavisch an die Vorgaben des Programms halten würde, aber es läuft. Und da das Projekt „Abnahme“ bei mir ja ziemlich langfristig angelegt ist und mit den 12 Wochen nicht beendet sein wird, nehme ich das gerne in Kauf.

Das Programm knapp zusammengefasst:

  • 3 Mahlzeiten am Tag / dazwischen gönnen wir uns eine Pause
  • Ausgewogene Zusammenstellung der Mahlzeiten
  • Viel trinken (kalorienfrei!)
  • 2 „Maxis“ pro Woche
  • Dokumentation deiner Erfahrung / deines Erfolges (Notieren der Mahlzeiten, Getränke, Gefühle etc. im „Planer)
  • Wissen, dass eine Abnahme von 500 g pro Woche eine gesunde Abnahme ist!

Statt des sonst üblichen Tipps an dieser Stelle, stelle ich euch heute das „Lebe-leichter-Mantra“ vor: